Bach & Vivaldi
Drei Abende, drei Säle, ein Programm – und ein Konzert, das alle, die dabei waren, nicht so schnell vergessen werden.
Das Programm gehörte ganz Bach und Vivaldi. Hed Yaron Meyerson, Konzertmeister des Rotterdam Philharmonic Orchestras führte das Ensemble mit der Selbstverständlichkeit eines Musikers, der Barockmusik in der Seele trägt. An seiner Seite: die jungen Geigerinnen Chiara Sanicandro und Leonie Trips als Solistinnen im Bachschen Doppelkonzert – zwei Stimmen, die miteinander sprechen, streiten, sich versöhnen.
Vivaldis Concerto grosso d-Moll funkelte mit Hed Yaron Meyerson, Chiara Sanicandro und Marie Langlamet als Solisten. Dann das 5. Brandenburgische Konzert – und sein Herzstück: die Cembalokadenz, in der Johannes Berger das Publikum mit seiner Virtuosität faszinierte.
Nach der Pause: Bachs Konzert für Oboe und Violine mit dern wunderbaren Solisten Chiara Sanicandro und Sergio Sánchez (Professor in Lübeck)– zart, innig, von seltener Schönheit. Vivaldis Konzert für vier Violinen mit Hed Yaron Meyerson, Chiara Sanicandro, Leonie Trips und Mischa Nodel, (Akademist der Berliner Philharmoniker) – vier gleichberechtigte Stimmen, die funkelnd miteinander wetteifern war wohl einer der Höhepunkte des Abends.
Den Abschluss bildete Bachs 2. Brandenburgisches Konzert – mit Sophia Schambeck, einer der faszinierendsten Blockflötistinnen ihrer Generation, Charlotte Kuffer an der Querflöte und Thomas Fleißner ( Solotrompete Mozarteum Orchester) an der Trompete. Die Trompetenstimme im 2. Brandenburgischen gilt als eine der schwierigsten der gesamten Barockliteratur – atemberaubend hoch, atemberaubend virtuos. Thomas Fleißner meisterte sie mit einer Selbstverständlichkeit, die den Saal sprachlos zurückließ.